Besuch in Deutschland "Share and Save" Local Food & Recipies

Mittwoch, 23.10.13


Welcome ceremony
Die Comenius Gäste wurden mit einer stimmungsvollen und bunten Empfangsfeier an der Heumadenschule begrüßt. Fast alle Lehrer und Schüler versammelten sich hierzu in der alten Sporthalle. Schülergruppen beeindruckten mit Gesang, kreativen Tänzen, einem Trommelstück und einem sehr unterhaltsamen Theaterstück in Anlehnung an ein Schwarzwälder Wetterhäuschen.
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Nach der Eröffnungsveranstaltung hatten die Gäste die Möglichkeit in unseren Schulalltag hineinzuschnuppern und einige Klassen im Unterricht zu besuchen. Eine Gruppe startete mit dem Kochevent in der Küche, bei dem Schülerinnen und Schüler der Heumadenschule aus verschiedenen Klassenstufen beteiligt waren.

Gemeinsames Mittagessen in unserer Schulmensa

Geocaching
Für die Gastschüler ging es am Mittwochnachmittag gemeinsam mit der Fun&Action- AG zum Geocaching. Nach einer kurzen Einführung in die GPS- Geräte und einer Runde „Probesuchen“ einiger Punkte auf dem Schulhof machten sie sich auf den Weg um verschiedene Punkte in Heumaden zu erkunden. Trotz kleiner technischer Schwierigkeiten hatten alle viel Spass und fanden am Ende ihren Geocaching - Schatz.

Die ausländischen Kollegen besuchten zusammen mit einigen Kollegen der Heumadenschule derweil die Heumadener Perrot Werke, die jetzt in einem modernen Gebäude im Stammheimer Feld untergebracht sind. Herr Perrot selbst führte uns durch das Haus, immer gut und witzig übersetzt von Heidi Kauffmann. Er war sehr stolz zu erzählen, dass das Haus sowohl energetisch als auch bautechnisch auf modernstem Stand ist. Die Firma, die von den 3 Perrotbrüdern geführt wird, hat 35 Mitarbeiter und produziert fast alles handwerklich selbst. Wir sahen das alte Uhrwerk, an dem sicher Hermann Hesse mitgearbeitet hat und hörten von der größten Uhr der Welt in Mekka aus dem Hause PERROT. Die Vergoldung der Ziffernblätter und Zeiger mit einem eigen entwickelten Verfahren faszinierte uns alle. Die Führung dauerte fast 2 Stunden und war hoch interessant. Anschließend ging ein Teil zu Fuß nach Calw.

Stadtführung Calw
On the footsteps of H.Hesse
“Many a pretty town I’ve seen between Bremen and Naples, between Vienna and Singapore, towns by the sea, towns high up in the mountains, and as a pligrim I have taken a drink from many fountain which later turned into the sweet poison of nostalgia. But the prettiest town of all that I know is Calw on the Nagold, a little old Swabian town in the Black Forest.” (H.H.)
Mit diesen Worten begann unser Spaziergang am Hermann Hesse Platz gegen 17.30 Uhr.
Über die Metzgergasse erreichten wir den Stadtgarten, begleitet von einigen wenigen Informationen zu H.Hesse und Auszüge aus seinem Roman ‘Unterm Rad’.
Im Stadtgarten dann konnten wir der eigentümlichen Stimmung des Gedichtes ‘Im Nebel’ nachspüren, das auf englisch von .....? und deutsch vorgetragen wurde.
Das 2. Gedicht ‘Glück’ gab einen weiteren Einblick in Hesses Gedankenwelt.
Über die Schillerstraße, mit schönem Blick über die Stadt, am Langen und der alten Lateinschule vorbei gingen wir über den Marktplatz zurück zum Hotel.
In the mists
Wondrous to wonder through mists!Parted are bush and stone:None to the other exists,Each stands alone.
Many my friends came callingthen, when I lived in the light;Now that the fogs are fallingNone is in sight.
Truly, only the sagesFathom the darkness to fall,Which, as silent as cages,separates all.
Strange to walk in the mists!Life has to solitude grown.None for the other exists:Each is alone.
H. Hesse
Happiness
If luck you chase, you have not grownenough for happiness to stay,not even if you get your way.
If, what you lost, you still bemoan,and grasp at tasks, and dash and dart,you have not known true peace of heart.
But if no wishes are your own,and you don't try to win the gameand Lady Luck is just a name,then tides of life won't reach your breastand all your strifeand all your soul will rest.

H. Hesse

Den Abend liesen wir im Restaurant Lamm in Zavelstein bei kulinarischen Köstlichkeiten, ganz getreu unserem Thema, ausklingen.

Donnerstag, 24.10.13

Am Vormittag gab es mehrere Hospitationen in unterschiedlichen Klassenstufen und Fächern. Gruppenweise führten die Gäste in der Schulküche mit Schülergruppen weitere Kochevents durch. Der Verkauf in der Turnhalle wurde vorbereitet.

Die alte Turnhalle war mit Verkaufsständen der verschiedenen Ländern hergerichtet, die liebevoll geschmückt waren. Die landestypischen Spezialitäten fanden bei Groß und Klein reißenden Absatz. Das Beisammensein in der Turnhalle glich einem kulinarischen internationalen Jahrmarkt.



Besuch der englischen SchülerInnen in unserem Unterricht



„Ich war überrascht, als die englischen Schüler plötzlich Deutsch geredet haben.“



„Sie haben ganz als anders als die CD (Stimmen) gesprochen.“



„Sie waren sehr nett und haben uns im Unterricht (beim Lesen und der Aussprache von englischen Wörtern) geholfen.“



„Sie sind in Schulkleidung zum Unterricht gekommen.“



- Zitate der Klasse 6a -



Dies sind nur einige der vielen, unterschiedlichen Eindrücke, welche von unseren Schülern und Schülerinnen wiedergegeben wurden. Der Besuch „unserer Engländer“, wie sie schnell genannt wurden, war einmalig und spannend. Darüber hinaus hat er neue, vielfältige Möglichkeiten für den Unterricht geschaffen, weil auf diese Weise zum Beispiel Muttersprachler mit Gleichaltrigen an englischen Texten arbeiten konnten.


Kleine Sprachschwierigkeiten hielten auch in anderen Fächern, wie z.B. ITG, die Schülerinnen und Schüler nicht davon ab, sich im Unterricht gegenseitig zu unterstützen.


Englischsprachige Schüler bei uns lebensnah im Unterricht zu haben, war somit die beste Möglichkeit immer wieder den Mut zu fassen, sich in der Fremdsprache auszuprobieren und zu sprechen.


Nudelmanufaktur Bad Teinach
Nach dem Mittagessen fuhren wir in Fahrgemeinschaften nach Bad Teinach. In der Nudelmanufaktur führte uns Herr Morlok persönlich in die Kunst des Nudelmachens ein. In seiner humorvollen Art stellte er uns seine über 200 Nudelkreationen vor. Aus den vielfältigsten Mehlsorten, in Verbindung mit Kräutern und Gewürzen, aber auch Nüssen und Früchten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ein besonders süßer Genuss sind seine Nudeln verfeinert mit Schokolade, Vanille, Zimt, …. Nach einer Verkostung gab es kein Halten mehr. Viele Nudelsorten, aber auch Brot, Müsli und Schokolade fanden ihre Käufer und traten eine lange Reise in unsere Comenius-Partnerländer an.

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Nachmittags waren wir im Porschemuseum.
Nachdem wir die besondere Architektur des Gebäudes bewundert hatten, machten wir uns auf den Weg in das Museum, um mehr über den bekanntesten Sportwagender der Firma Porsche, den Porsche 911, zu erfahren.
In der Ausstellung konnten wir viele alte und neue Modelle des Models 911 bewundern. Unter den Ausstellungsstücken befanden sich nicht nur straßentaugliche Exponate, sondern auch viele Exemplare, die sonst nur auf Rennstrecken zu finden sind.
Auch über die Firmengeschichte und über die Entwicklung der Autos konnten wir mehr erfahren.
Der besondere Abschluss war das Probesitzen in einem Porsche 911.


Besuch der Hausbrauerei „Calwer Eck“ in Stuttgart
„Deutsche trinken sehr gerne Bier.“ Dieses (Vor-)Urteil musste bestätigt werden. So dachten die deutschen Gastgeber und luden auch deshalb die europäischen Gäste zum Abschluss des langen Tages in eine kleine, aber feine Hausbrauerei ein. Sie heißt „Calwer Eck“, liegt im Zentrum von Stuttgart und hat neben dem Bier auch wegen des guten schwäbischen Essens einen guten Namen.
Zu Beginn trafen wir uns im recht überschaubaren Sudraum. Wir waren überrascht, wie klein dieser Raum, in dem das Bier produziert wird, ist. Ein junger Braumeister erklärte uns recht ausführlich und in gutem Englisch, wie und was genau in diesem Haus gebraut wird. Unsere Gäste fragten äußerst interessiert nach. Damit der Vortrag aber nicht zu trocken blieb, wurde Flüssiges zum Probieren ausgeschenkt. Natürlich wurde dieses Angebot sehr gerne angenommen. Ob nun das hellere oder trübere Bier das bessere war? Darüber wurde heftig diskutiert. Wie so oft gab es dazu schlussendlich zwei Meinungen.
Nach der interessanten Führung setzten wir uns alle an die vier reservierten Tische. Bier macht bekanntlich hungrig. Die Speisekarte bot für jeden etwas. So ließen wir diesen langen und ereignisreichen Tag bei Essen und Trinken und guter Unterhaltung ausklingen. Gegen 22 Uhr machten wir uns auf den Heimweg.

Freitag, 25.10.13

Bei strahlendem Herbstwetter machten sich Gäste und Kollegium am Freitag mit dem Bus auf den Weg zu den Vogtsbauernhöfen im Gutachtal.
Nach der interessanten Führung durch die alten Schwarzwaldhäuser und einem Überraschungspicknick mit vielen kleinen Köstlichkeiten bot sich in Wolfach die Gelegenheit, in der dortigen Glashütte einen Glasbläser bei der Herstellung einer Vase zu erleben. Ein Ausblick über den Schwarzwald und ein Gang durch die malerische kleine Innenstadt Wolfachs rundeten die Unternehmung ab.
Dass neben ehemaligen Kollegen auch der Initiator des Comeniusprojekts an der Heumadenschule - Walter Broda - daran teilnahm, war für alle eine besondere Freude.
Der erlebnisreiche Tag klang bei einem gemütlichen Abendessen in dem urig-schwarzwälderischen "Krabbenescht" aus.